<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"><channel><title><![CDATA[Reisen in Bhutan - Reiseblogs, Reiseberichte und Tipps]]></title><description><![CDATA[Reiseberichte Bhutan - die neuesten Reiseblogs, Sehenswürdigkeiten, Tipps und Bilder aus der Vakantio Reise-Community]]></description><link>https://vakantio.de/de/destination/597201049ea967820bc46515/bhutan</link><image><url>https://vakantio.de/client-assets/images/logo-v2.svg</url><title>Reisen in Bhutan - Reiseblogs, Reiseberichte und Tipps</title><link>https://vakantio.de/de/destination/597201049ea967820bc46515/bhutan</link></image><generator>Vakantio RSS</generator><lastBuildDate>Thu, 27 Aug 2026 08:15:21 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://vakantio.de/vak-service/rss/de/destination/597201049ea967820bc46515.rss" rel="self" type="application/rss+xml"/><language><![CDATA[de]]></language><item><title><![CDATA[Im Nest des Tigers]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/ed55bfc17967e288ebd46eb79758e684_large.jpg" /><figcaption>Frau Waas, Yin, Yang und Herr Ärmel</figcaption></figure><p>Von unserem letzten Reiseziel Bumthang ging für uns die vom verpflichtenden Guide geführte Reise durch Bhutan weiter in die Hochebene, wo man Anfang April Kraniche sehen kann, die aber schon ausgeflogen waren, als wir kamen. Dafür konnten wir 2 Invaliden-Kraniche anschauen und insbesondere die Hochebene mit ihren Rindern und Yaks. Highlights waren hier eine Adler-Sichtung und eine Krähe, die einem um ein Vielfaches größeren Geier auf den Rücken flog, um ihn aus ihrem Jagdrevier zu vertreiben – scheinbar erfolgreich.</p><p>Von der Hochebene ging es weiter zu einem auf 3088 Meter Höhe gelegenen Pass. Von hier aus konnten wir einen kleinen Nebengipfel auf ca. 4010 bis 4015 Metern Höhe erklimmen und so beide das erste mal im Leben die Luft auf über 4000 Meter Höhe genießen, die wenig verblüffend frei von Pollen aber auch arm an Sauerstoff war. Aber das alles war auch ein gutes Training für den Marsch zum berühmten Tigernest, der uns noch bevorstand. Auch genossen wir den Blick auf den zweithöchsten Berg Bhutans mit über 700 Metern Höhe so wie den Blick auf Berge in Tibet (ca. 6700 Meter) und in Sikkim (einstmals selbstständig wie Bhutan und heute Teil Indiens) mit dem Kangchendzönga, dem dritthöchsten Berg der Welt mit 8586 Metern.</p><p>Wir wanderten von unserem nicht einmal halb so hohen Gipfel dann zu einem Frauentempel, der auf vergleichsweise moderaten 3600 Metern lag und uns sehr gut gefiel – vielleicht unsere schönste Tempelerfahrung. </p><p>Um dort hin zu gelangen, musste man allerdings einen engen Weg entlang des Abhanges bewandern. Und als uns dann ein Schild auf einen engen Abschnitt hinwies, verhieß das nichts gutes. Manch eine*r mag es erfrischend finden, auf 3600 Meter Höhe über ein 20 cm breites Brett am Abhang geführt zu werden – Herr Ärmel indes vermochte diesem Erlebnis nur wenig abzugewinnen.</p><p>Danach erwartete uns die Hauptstadt Thimphu. Hier sieht man am deutlichsten die Einflüsse der westlichen Moderne, die Bhutans Charme und Einzigartigkeit nach und nach auszulöschen drohen: Westliche Ketten, der Versuch, westliche Cuisine zu imitieren (wenn ihr jemals dort seid, versucht nicht die Linzer Torte) und billige Plastikschuhe und ähnliche Wegwerfartikel. Dennoch bewahrt sich Bhutan auch in seiner 90.000er-Metropole viel von seinem Charme. Der prächtigste Dzong des Landes (nein, wir erläutern nicht noch einmal, was das ist) sowie die 54 Meter hohe Buddha-Statue prägen die Stadt. Jedoch kamen wir nicht ganz an die Buddha-Statue ran, da aufgrund des anstehenden Besuches des Königs von Thailand die ganze Stadt samt Umland in Aufruhr war und Straßen geschmückt und wichtige Bereiche abgesperrt wurden. Das gute an einer 54 Meter hohen Statue ist allerdings, dass man sie auch aus einiger Entfernung betrachten kann. Unser umsichtiger Reiseleiter sorgte im Übrigen dafür, dass wir Thimphu noch rechtzeitig verließen, bevor auch die Straße nach Paro gesperrt wurde wegen des Königsbesuchs. So kamen wir aber in den Genuss die Straße über dutzende Kilometer mit Gebetsfahnen gesäumt geschmückt zu sehen. Schulkinder in Thimphu und in Paro scheinen Glück zu haben und häufiger mal frei zu bekommen, wenn wieder einmal Staatsbesuch ist, damit alles vorbereitet werden kann.</p><p>Doch zurück zur Hauptstadt: Wir kamen in einem sehr auf indische Tourist*innen zugeschnittenen Hotel zentral unter. Von hier war es ein Katzensprung zum zweistöckigen Bauernmarkt, und auf der anderen Straßenseite konnte man rund 10 Männer um ein Carrom-Brett versammelt spielen sehen. Da Herr Ärmel gerne Carrom (eine Art indisch-zentralasiatisches Fingerbillard) spielt, schaute er kurz zu, hielt sich aber anders als die anderen Zuschauer mit guten Ratschlägen zurück, da sein Dzongka nicht gut genug war.</p><p>Wir fanden nette Cafés und nette Shops neben viel Touri-Shops, und Frau Waas fand ein typisches bhutanisches Oberteil für sich. Als sie es am Abend trug, bekam sie entsprechende Komplimente von bhutanischer Seite.</p><p>Da wir beide im Grunde unseres Herzens Großstädter sind und die liberale Atmosphäre von „Metropolen“ genießen, verließen wir Thimphu (das mittlerweile z.B. auch eine LGBTIQ-Gemeinde hat) mit einem weinenden Auge. Doch stand uns noch ein letztes Highlight bevor: Das Tigernest. Es werden schon viele Menschen Bilder vom Tigernest gesehen haben, die nicht wissen, dass es sich so nennt. Sie werden es als Bildschirmhintergrund für den Computer angeboten gesehen haben oder als Puzzle oder als beeindruckendes Foto in den (einstmals) sozialen Netzwerken. Das Tigernest (Taktshang) ist der heiligste Ort Bhutans und die Sehenswürdigkeit für Tourist*innen. Gegründet wurde es an dem Ort, an dem der Begründer des Buddhismus in Tibet, der den Buddhismus auch nach Bhutan gebracht haben soll, Guru Padmasambhava, im 8. Jahrhundert 3 Jahre, 3 Monate, 3 Wochen, 3 Tage und 3 Stunden meditiert haben soll. Dorthin gelangte er, als er auf dem Rücken eines Tigers dorthin floh (und flog), was eine weit unbequemere Art des Reisens zu sein scheint, als den Nachtzug zu nehmen. Dennoch erschien uns die Idee mit dem Tiger zwischenzeitlich verlockend. Zwar gibt es mittlerweile einen Privathubschrauber in Bhutan, der manchen Tourist*innen beim Schummeln hilft, aber auch dann muss man noch mindestens zwei Stunden laufen. Für 99% der Tourist*innen gibt es indes nur zwei Möglichkeiten: Entweder mehrere Stunden Aufstieg zu Fuß bis zum auf 3120 Metern Höhe gelegenen Kloster wandern oder – wie wir – gleich auf 3800 Meter Höhe wandern, dann übernachten und morgens frühzeitig zum Abstieg aufbrechen, um noch vor den größten Tourist*innenströmen am Tigernest anzulangen. Dies bedeutete für uns eine Übernachtung im komfortablen Zelt mit vielen Decken und Wärmflaschen, während draußen Nachtfrost herrschte. Allerdings hatte es auch dieser Abstieg in sich und war eine Herausforderung für Knie und Höhenangst. Dafür wurden wir bei Auf- und Abstieg mit schönen Aussichten und wunderschön blühender Natur belohnt. Während Rhododendren für die deutsche Fauna leider völlig wertlos sind, gehören sie hier in den Himalaya hin und bieten kleinen Vögeln eine Nahrungsgrundlage. Auch zahlreiche Primeln und andere Blumen und Blüten mehr konnten wir bewundern, ebenso wie Kalifasane und andere Vögel. Unsere verzweifelte winzige Hoffnung auf die Sichtung eines Roten Pandas erfüllte sich indes erwartungsgemäß nicht.</p><p>Und schließlich am Ende unserer Wanderungen erreichten wir es also, das wahrhaft wunderschön gelegene Tigernest. Im Inneren war wie in allen Tempeln fotografieren streng verboten. Was sollen wir sagen/schreiben? Wir werden das Innere nicht beschreiben. Entweder, man erlebe es selbst oder stelle es sich so vor, wie man es sich wünscht. Insgesamt müssen wir aber sagen, wird man vergleichsweise schnell hindurchgeleitet. Selbst die Gläubigen verharren nicht lange an diesem nach buddhistischer Sicht  heiligsten Ort Bhutans. Wir kamen uns wie ein Teil des Problems vor. Vielleicht sollte man es mit einem Blick auf das Tigernest bewenden lassen und die Mönche lieber in Ruhe lassen. Unsere schönsten Einblicke in den Buddhismus und Kontakte zu Nonnen und Mönchen erlebten wir jedenfalls an anderen Orten. Nichtsdestominder war das Tigernest indes ein unbestreitbares Highlight unserer insgesamt 7 Monate Reisen durch fremde Länder und Kulturen und wird uns eine wertvolle Erinnerung bleiben.</p><p>Nach einem traurigen Abschied von unserem Guide und von Bhutan ging es schließlich zum Flughafen mit sechs Stromausfällen, während wir auf unser Flugzeug warteten. Und wieder nahm uns dieser Flughafen für uns ein mit schönen Wartebereichen und schönen Kinderbüchern aus Bhutan, die wir auf den letzten Drücker fanden, bevor es in den Flieger ging. Hier unterhielten wir uns noch mit Dave, einem US-Amerikaner, der sich aus Scham wegen seiner Regierung erst als Kanadier vorstellen wollte. Doch sind wir letztlich alle nur Menschen, und die Staatsangehörigkeit mit der wir geboren werden bleibt nichts als dummer Zufall.</p><p>Als wir nach 6 Monaten in Nord- und Mittelamerika in Amsterdam ankamen, hatten wir ein heimatliches Gefühl, wieder in Europa zu sein. Als wir jetzt über Delhi und Frankfurt nach Lummerland zurückkamen, fehlte uns dieses Gefühl. Ja, wir sehnten uns nach Lummerländer Essen, aber ansonsten hatten wir nicht so sehr das Gefühl, jetzt sei alles wieder normal oder vertraut. Lummerland ist nicht „normal“ und alles andere Abweichung. Lummerland ist nur eine kleine Insel auf der Welt und die Dinge laufen hier lummerländisch. Das ist nicht besser oder schlechter als andernorts. Und was uns als Lummerländer*innen völlig normal vorkommt, mag anderen als bizarr erscheinen. Mit Sicherheit ist Lummerlands Kultur nicht besser als die anderer Länder – nur anders. Natürlich war es ein unglaublicher Luxus und ein großes Geschenk, sieben Monate die Welt erkunden zu können, und es mag überheblich klingen, aber wie enden mit einem Zitat, das Alexander von Humboldt zugeschrieben wird:</p><p>"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer, welche sich die Welt nie angeschaut haben."</p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/ed55bfc17967e288ebd46eb79758e684_large.jpg" /><figcaption>Frau Waas, Yin, Yang und Herr Ärmel</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/419e4476e1eb06c5aa3b50f089ee6c1c_large.jpg" /><figcaption>Auf dem Weg nach oben</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/a7b55141874b8db279e268c943a02bbd_large.jpg" /><figcaption>Oben Base Camp, 300 Meter)</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/4511b431779bc2fc1f6bb3bf5d96ea2e_large.jpg" /><figcaption>Nebel</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/15649439eeb2eb876a631cafbca725e1_large.jpg" /><figcaption>Stupa Bhutan-Style</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/ee836898d1b8d5f785e8c6d2ffa6defd_large.jpg" /><figcaption>Stupa Nepal-Style</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/9d062c68a2b58b7ecf78b661b6dd8fb2_large.jpg" /><figcaption>Glückliche Kühe</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/29b6b6e5b0df4a43b993faea1f0079ad_large.jpg" /><figcaption>Natur</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/f45d3eeab7a4e3922c9df33d53e0ea2e_large.jpg" /><figcaption>Yin und Yang</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/fernvonlummerland/von-der-hauptstadt-zum-tigernest-nach-lummerland</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/fernvonlummerland/von-der-hauptstadt-zum-tigernest-nach-lummerland</guid><dc:creator><![CDATA[fernvonlummerland]]></dc:creator><pubDate>Fri, 09 May 2025 07:25:00 GMT</pubDate><geo:lat>27.489085730553782</geo:lat><geo:long>89.35867309570312</geo:long></item><item><title><![CDATA[Tempelhopping - Punakha, Tongsa, Bumthang]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/9e8506707ce41c692052541c6a855089_large.jpg" /><figcaption>Yak</figcaption></figure><p>In Punakha angekommen erwartete uns auf unserer Bhutan-Reise ausgesucht freundliches dienstbereites Personal und ein atemberaubender Blick auf Tal, Berge und Dzong (ihr wisst schon, diese Mischung aus Festung, Kloster, Tempel und weltlicher Verwaltung). Dieser Dzong war dabei besonders prachtvoll mit riesigen Buddhastatuen. In diesem Dzong tagte einst das erste Parlament Bhutans. Punakha ist auch die alte Königsstadt.</p><p>Das Problem, wenn man nach Bhutan reist, ist, dass man nicht billig buchen kann. Da es nur erlaubt ist über bestimmte Reiseagenturen zu buchen, die eng mit der Regierung zusammenarbeiten, kommt man immer in prachtvollen Hotels in riesigen Zimmern unter, deren Highlight aber jedes Mal die Aussicht ist. Auch in den Folgetagen sollten uns traumhafte Aussichten erwarten (Berge mit Dzong, rauschendes Flüsschen und Hochebene mit grasenden Kühen und Yaks vor malerischen Bergen).</p><p>Auch das Abendessen und Mittagessen war immer gut. Das Essen gibt es entweder als Buffet oder als eine Art Buffet für 2 mit ca. 7 Schalen mit. z.B. rotem Reis, Buchweizennudeln, einer Art Bami Goreng, Ingwer-Mohrrüben, grünen Bohnen, Spargel, Farn mit Chili (sehr lecker), zitronig schmeckendem Weißkäse, Eiern in Currysauce, Buchweizenpfannkuchen, Kartoffeln in Sahne mit Erbsen, Dumplings oder Chili. Unser Fahrer Yang musste manchmal darunter leiden, dass wir vegetarisch bestellt haben, wenn er mit uns aß, da er im Gegensatz zu unserem Guide Yin kein Vegetarier ist. Zum Nachtisch gibt es meistens Obst. Einmal bekamen wir auch selbstgebrannten Schnaps (Ara) serviert, als wir in einem Bauernhaus aßen, das sein Wohnzimmer für Gäste öffnet. Auch ein weiteres Mal besuchten wir so ein sogenanntes „Farmhouse“. Beide Male bekamen wir dabei auch den Meditations- bzw. Gebetsraum gezeigt in dem wir – im Gegensatz zu Tempeln – auch fotografieren durften.</p><p>Ara, den selbstgebrannten Schnaps, fanden wir als Opfergabe auch in Tempeln und Klöstern für die Mönche und Nonnen. Am häufigsten findet man als Gaben aber gut erhaltene Geldscheine. Des weiteren wird gerne Obst gespendet, aber es wird auch Gemüse, Instantnudeln, Reis, Milch oder Mangosaft geopfert.</p><p>Die Klöster und Dzongs für Mönche unterscheiden sich dabei nur marginal von dem einzigen Frauenkloster, das wir sahen. Dies wirkte insgesamt etwas heller und fröhlicher eingerichtet mit mehr Blumen, doch die Nonnen unterschieden sich selbst in der Frisur nicht von den Mönchen.</p><p>Nach dem Besuch des Dzongs in Punakha durften wir auch bei einem Bogenschießwettbewerb zuschauen. Bogenschießen ist DER Nationalsport in Bhutan und Bhutan hat seit 1984 regelmäßig Bogenschützen und -schützinnen zu Olympia entsandt, auch wenn der Sport in Bhutan als Männersport gilt. In (idealerweise) 11er-Mannschaften treten begleitet von Alkohol zwei Teams gegeneinander an, um auf die 145 Meter (!) entfernte tellergroße auf ein 35 x 110cm großes Brett gemalte Zielscheibe zu schießen. Anders als unser Fahrer, der noch den traditionellen Bambusbogen verwendet, schossen die Schützen bei dem Wettbewerb, den wir anschauten mit modernstem Equipment aber in den traditionellen Gho gekleidet. Bei 145 Metern Entfernung ist es auch allemale ein Tänzchen wert, wenn man auch nur die Scheibe trifft. Trifft man noch das aufgemalte Ziel (2 Punkte) wird wohl noch mehr getanzt. Der Jubeltanz, der von den Mannschaftskameraden beim Ziel ausgeführt wird, folgt dabei einer einstudierten Choreographie. War Herr Ärmel nur fasziniert, war Frau Waas etwas entsetzt, dass 145 Meter weit über mehrere dösende Straßenhunde hinweg geschossen wurde. (Was die Hunde allerdings ähnlich entspannt sahen wie die Schützen.) Weiter stand eine atemberaubende Hängebrücke auf dem Programm, bevor es an den Folgetagen mit Tempeln, Dzong, Stupas und Frauenkloster weiterging. Doch bevor wir über Trongsa nach Bumthang kommen, müssen wir in unserem Bericht noch auf die Schulkinder eingehen. Die begrüßen einen, wenn sie einem in Schuluniform begegnen immer freundlich lächelnd und winkend, schütteln mal die Hand und fragen, wo man herkomme oder wie man heiße. Da alle Kinder ab 6 Jahren Englisch lernen im wahrsten Wortsinne ein Kinderspiel. Aber anders als in anderen armen Ländern fragen sie nie nach Süßigkeiten, Geld oder ähnlichem. Dabei ist Bhutan ein vergleichsweise armes Land. Aber: es gibt keine Obdachlosen, kaum psychisch Kranke und kaum Drogenabhängige. Und kaum jemand strebt nach großen Reichtümern. In der buddhistisch geprägten Philosophie der meisten Bhutaner*innen gibt es wichtigeres als Reichtum.</p><p>Entscheidend ist das Glücklichsein. Und so führte der vierte König Bhutans 2003 nicht nur ohne Druck auf ihn die Demokratie ein, sondern er führte auch das Bruttoglücksprodukt anstelle des Bruttosozialproduktes ein. Seitdem gibt es jedes Jahr Umfragen, was die Menschen im Lande glücklich macht und was ihnen zum Glück fehlt, und hieran orientiert sich dann die Politik und nicht an Profitmaximierung. Das erklärt nicht nur 100% Biolandwirtschaft sondern auch die gute Schulbildung und die kostenfreien Medikamente und Krankenhäuser. Als wir unseren Guide fragten, wie sich Regierungspartei und Oppositionspartei unterschieden, meinte er verlegen lächelnd, es gäbe eigentlich keine Unterschiede. Die Opposition fordere vielleicht mal ein Krankenhaus mehr oder noch mehr Tourismus, aber sonst fielen ihm keine Unterschiede ein. Beide Parteien sein sehr für Umweltschutz.</p><p>Unsere Reise nach Trongsa und Bumthang brachte uns auf mehrere Bergpässe und insgesamt auf eine Höhe von 3900 Metern. Nun ist Lummerland bekanntlich eine Insel mit zwei Bergen, aber deren Höhe liegt doch eher im Zweistelligen Bereich. Solange wir auf 3900 Metern nur spazierten war alles gut, aber größere Aktivitäten wie Klettern oder Schnürsenkel zubinden verlangten uns in Anbetracht der Höhenluft einiges ab.</p><p>Was wir auf über 3000 Metern Höhe hingegen problemlos schafften, war Yak-Käse kaufen, mit dem man auch gut mal jemanden erschlagen kann, wenn gerade keine anderer harter scharfkantiger Gegenstand zur Hand ist. Wir überlegen noch, wie wir ihn am besten einsetzen… Dabei ist es interessant, dass sich Händler*innen zwar überfordert sehen, auf umgerechnet 10€ herauszugeben, man dafür aber problemlos mit dem Handy per App der Bank of Bhutan zahlen kann, was dem Ganzen vielleicht etwas die Romantik nimmt. Dafür sahen wir die Yaks, die uns diesen Käse bescherten, was uns wieder sehr das Himalaya-Feeling gab, ebenso wie der Blick auf mehrere über 5000 Meter hohe Berge im „Kleinen“ Himalaya und das Trinken von Buttertee. Wir verraten hier nicht, wie er schmeckt und überlassen dieses kleine Mysterium eurer Fantasie.</p><p>Bleibt noch zu erwähnen, dass wir noch diverse Tempel sahen (Schuhe aus, Schuhe an, Schuhe aus, Schuhe an…) und dass wir im ehemaligen Palast des 2. Königs im heutigen Museum ein Gefühl dafür entwickeln konnten, wie es wäre, über dieses nach Glück strebende Land zu herrschen. Sollte die Stelle mal frei werden, bewerben wir uns.</p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/9e8506707ce41c692052541c6a855089_large.jpg" /><figcaption>Yak</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/0aab49a5d6ca317b62e4f803a686a9b4_large.jpg" /><figcaption>Rote Pandas gesichtet</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/2203d0b665e22e79109456e463bf1a9c_large.jpg" /><figcaption>Handarbeit</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/4ba722c24be8648c3b320ed9aac65fc5_large.jpg" /><figcaption>Nicht nur in rein Schwarz: Yaks</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/849daa1b184435dfa4f310de02d46072_large.jpg" /><figcaption>Yaks, bzw. Ya(h)s für Bhutaner*innen</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/007a93915a26230cf4e2cd422454f71b_large.jpg" /><figcaption>Hochebene</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/38d1b956081907117b5dc449a2c8f8db_large.jpg" /><figcaption>Weil's halt einfach Spaß macht, sie zu fotografieren...</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/94260adfed1bfc6e95c87b0f752dcac1_large.jpg" /><figcaption>Weiße Fahnen zum Gedenken an eine*n Tote*n</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/c20ac324ca703bbb0a2bbd0ad8444c41_large.jpg" /><figcaption>Regenwald</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/fernvonlummerland/tempelhopping-punakha-trongsa-bumthang</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/fernvonlummerland/tempelhopping-punakha-trongsa-bumthang</guid><dc:creator><![CDATA[fernvonlummerland]]></dc:creator><pubDate>Wed, 07 May 2025 21:59:00 GMT</pubDate><geo:lat>27.49201739848142</geo:lat><geo:long>90.51061592985597</geo:long></item><item><title><![CDATA[Gesegnetes Land]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/b7d65c4ded9b2252eb3af408225cfcce_large.jpg" /><figcaption>Gesegnetes Land</figcaption></figure><p>Von Paro nach Punakha</p><p>Über 5 Jahre mussten wir aufgrund der Corona-Maßnahmen warten, bis sich unser großer Reisewunsch Bhutan endlich erfüllte. Das Warten hat sich unbedingt gelohnt.</p><p>Das Erlebnis Bhutan begann für uns bereits im Flugzeug. Die traditionell gekleideten Flugbegleiterinnen waren ausgesprochen freundlich, und über den Wolken konnten wir die Gipfel des Himalaya in der Ferne bewundern. Die Sichtung des Mount Everest durch einen Mitreisenden können wir weder bestätigen noch widerlegen - sachdienliche Hinweise bitte nach Betrachten der Fotos.</p><p>Beim Landeanflug auf den Flughafen im Dorf Paro setzte entspannende Meditationsmusik ein. Die mag die eine oder der andere gebraucht haben in Anbetracht des spektakulären Anflugs über Baumwipfel, deren Träger aus Umweltschutzgründen nicht gefällt werden dürfen und über Häuser, bei denen man fast durchs Küchenfenster schauen konnte. Aufgrund der besonderen Geographie dieses Flughafens darf er auch nur von speziell ausgebildeten Pilot*innen der staatseigenen Fluggesellschaft Drukair angeflogen werden.</p><p>Um den Flug noch besonderer zu machen, wurde zu unserer Überraschung die Königliche Majestät an Bord begrüßt, von der wir, als sie das Flugzeug verließ, jedoch nur den Regenschirm und Hinterkopf sahen sowie wie das sich niederknieende Begrüßungskommitee.</p><p>Der Flughafen, in den wir sodann traten, war der schönste Flughafen auf dem wir je waren und - selbst, wenn man mit Zukunftsvorhersagen vorsichtig sein soll - auch je sein werden. Wir lassen die Fotos für sich sprechen.</p><p>Nachdem wir Geld umgetauscht hatten (auf Geldautomaten darf man in Bhutan nicht zählen) wurden wir herzlich von unserem Guide Yin und unserem Fahrer Yang* (*Namen von der Redaktion geändert) begrüßt, die uns auf unserer Reise begleiten. Dies ist eine Vorschrift in Bhutan, damit wir nicht unbeaufsichtigt (oder unbeabsichtigt, wie die Autokorrektur vorschlägt) einen Tempel schänden, Natur zerstören oder uns sonstwie daneben benehmen. Außerdem sorgt die Regierung so dafür, dass nur Menschen nach Bhutan kommen, die sich wirklich für Land und Leute interessieren und nicht nur auf hedonistisches Vergnügen aus sind.</p><p>Wir erhielten als Begrüßungsgeschenk beide jeweils einen weißen seidigen Schal als Zeichen des Segens.</p><p>Auch wenn die meisten Bhutaner*innen im Alltag längst westliche Kleidung vorziehen und das traditionelle Gewand nur zu besonderen Anlässen tragen, so gilt dies nicht für bestimmte Berufe. So müssen Hotelangestellte aber auch unser Guide und unser Fahrer das traditionelle Gewand Bhutans tragen.</p><p>Dieses spezielle Outfit muss man z.B. auch tragen, wenn man eine Behörde betritt. Verstöße gegen diese Regel scheinen undenkbar.</p><p>Eine weitere Regel ist es auch, dass Bhutaner*innen beim Betreten von Tempeln und Dzongs (gleich mehr dazu) ebenfalls traditionelle Kleidung tragen müssen. Weltliche Menschen aus Bhutan müssen weiterhin eine weiße Schärpe tragen, während Mönche eine gelbe Schärpe tragen. Menschen, die nicht aus Bhutan sind, müssen lediglich angemessene langärmelige Kleidung tragen.</p><p>Man darf zwar in den Dzongs (großen Gebäudekomplexen mit Kloster, Tempel und weltlicher Verwaltung, die typisch für Bhutan sind und sich auch jeweils auf der Rückseite der Geldscheine finden) aber nicht in ihren jeweiligen Tempelbereichen sowie generell nicht in Tempeln fotografieren. Deswegen gibt es hier keine Fotos vom Inneren der Tempel und wird es auch vom Inneren des berühmten Tigernests hier keine Bilder geben. Ohne Kamera hat man indes mehr Zeit und innere Ruhe, sich auf das Gesehene einzulassen.</p><p>Bhutan insgesamt ist wie die Tempel ein Land voll Ruhe und Innenschau mit einer liebenswerten und friedvollen Atmosphäre. Auch hier lohnt es sich, von Zeit zu Zeit die Kamera zu vergessen - auch wenn dies Herrn Ärmel schwer fiel, wie die Fülle an Bildern zeigt.</p><p>Was wir hier in den ersten Tagen vor allen Dingen besichtigten sind Buddhistische Tempel, Stupas und Dzongs. Tempel erklären sich noch von selbst, Stupas sind quasi Darstellungen des buddhistischen Glaubens, die man immer links umwandert und manchem vielleicht unter dem tibetischen Namen Choerte oder als Pagode bekannt sind. Dzongs haben wir bereits versucht zu erklären. Es gibt allerdings keine buddhistische Staatsreligion in Bhutan.</p><p>Während die Dzongs allesamt schön und verziert aber übersichtlich gestaltet sind, wirken die Tempel von innen oft fast überbordend mit Wandgemälden, Statuen und einer uns unvertrauten Erzählsystematik. Erst nach und nach erschließen sich uns als nicht BuddhistInnen mehr Details wie erster Buddha und zweiter Buddha, Vergangenheits-, Gegenwarts- und Zukunftsbuddha, Mitgefühlsmantra auf den Gebetsmühlen, die 21 weiblichen Buddhas (Tara genannt), die heilige Zahl 108, Buddhas Ohren, Körper und Kleidung und anderes mehr.</p><p>Auch besuchten wir eine Stupa an einem Bergpass, von dem aus wir einen Blick auf den höchsten noch unbestiegenen Berg der Welt mit über 7000 Metern gehabt hätten, wenn die Wolken denn mitgespielt hätten. Haben sie aber nicht, und so blieb uns nur die Wanderung zu einer Höhle, bei der wir auf ca. 2400 Meter Höhe erstmals auf dieser Reise (aber wahrlich nicht das letzte Mal) erlebten, wie wenig Sauerstoff einem Höhenluft so in die Lungenflügel spült.</p><p>Dies erlebten wir im Folgenden wieder beim Aufstieg zu verschiedenen Tempeln. Hier hatten wir ferner Zeit (beim Luftholen) die Landwirtschaft Bhutans etwas kennen zu lernen. Bhutan ist der einzige Staat auf Erden mit 100% ökologischer Landwirtschaft. Tiere dürfen nicht geschlachtet werden und erst nach einem Tod durch Altersschwäche oder Unfall zum Essen zerlegt werden. So gibt es viele Hähne, die sich eines entspannten Lebens erfreuen und alte Kühe und alte Stiere die oft sehr abgemagert aussehen, aber sich frei an und auf Straßen bewegen dürfen. Man darf die Rinder immerhin mit der Hand wegscheuchen, aber ansonsten heißt es warten.</p><p>Schön ist auch die abwechslungsreiche Bepflanzung der Felder die sehr arbeitsintensiv auf Stufenfeldern betrieben wird. Große Monokulturen scheinen in Bhutan undenkbar, und so fühlt man sich wie in einem Anime und erwartet halb, dass gleich Totoro um die Ecke gebogen kommt, um einem zu signalisieren, dass alles gut ist.</p><p>Das stimmt natürlich nur bedingt, denn auch wenn Bhutan als einziges Land der Welt klimapositiv ist, macht der Rest der Welt halt unverzeihliche verheerende Fehler, und der Klimawandel macht sich so auch in Bhutan bemerkbar, z.B. mit einer verspäteten Rhododendronblüte, so dass wir über diese vielleicht erst in einem der nächsten Artikel schreiben.</p><p>Von Punakha müssen wir uns noch etwas für den nächsten Artikel aufheben, da dieser Artikel sonst zu lang wird. Wir müssen aber noch kurz etwas zu den befremdlichen Penis- und Dildobildern sagen: Der Phallus ist ein Fruchtbarkeitssymbol im bhutanischen Buddhismus und „ziert“ in der Tat viele Häuserwände. Auch in Tempeln sind Holzphalli ab und an zu besichtigen. Die oft angepriesenen Holzdildos werden allerdings für Tourist*innen produziert und haben wenig mit der echten Kultur Bhutans zu tun. Über diese schreiben wir im nächsten Artikel weiter, zum Beispiel über Schulkinder, Bogenschießen, Gesundheitswesen und Bruttoglücksprodukt. Bis dann. Wir grüßen euch aus diesem gesegneten Land, genießen einen Abend auf der Terrasse mit atemberaubendem Ausblick und freuen uns einfach, dass es dieses gesegnete Land gibt.</p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/babbd38b06e96c12e6ea7f35445f0029_large.jpg" /><figcaption>Drukair</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/dc66083053a768ed25a8c772a18216ef_large.jpg" /><figcaption>Himalaya</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/dc94a1a6048cf99f56c2a358fe7719f1_large.jpg" /><figcaption>Everest?</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/6e0d67f4f1834b44e724371590ba9066_large.jpg" /><figcaption>Flugbegleiterinnen</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/dfd7a0e6b86036639fa3aed22ba501ea_large.jpg" /><figcaption>Königliche Familie</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/a34635ed553ac216109343ee2a7c6194_large.jpg" /><figcaption>Flugplatz Paro</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/1a2139416649dd065ce2427002f3cac6_large.jpg" /><figcaption>Flugplatz Paro</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/0f2c9b8bb9c3456d69f64222006c53a1_large.jpg" /><figcaption>Flugplatz Paro</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/a0ec34ea612cf2a45feca5a0c44a9d53_large.jpg" /><figcaption>1500 Jahre alte Brücke</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/fernvonlummerland/gesegnetes-land</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/fernvonlummerland/gesegnetes-land</guid><dc:creator><![CDATA[fernvonlummerland]]></dc:creator><pubDate>Tue, 22 Apr 2025 16:57:00 GMT</pubDate><geo:lat>27.42482077645146</geo:lat><geo:long>89.41465751916931</geo:long></item><item><title><![CDATA[Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang ]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/f56b6d8ae99f9d09361d646061fbb9d2_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure><p>Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Kontrasts zu den chaotischen und hektischen Erlebnissen in der 5 Millionen-Metropole Kathmandu in den letzten Tagen. Unsere Reise beginnt mit einem der wohl spektakulärsten Berganflüge dieser Welt - nach Paro. Während des gesamten einstündigen Fluges werden wir mit einem atemberaubenden Blick auf das Himalaya-Gebirge belohnt. Der Flughafen Paro zählt zu einem der am schwierigsten anzufliegenden Destinationen dieser Welt. Die Piloten müssen hier auf Sicht und durch manuelle Steuerung fliegen, da die den Flughafen umgebenden Berge den Gebrauch von Navigationshilfen unmöglich machen. Lediglich ein gutes Dutzend an Piloten hat hierzu die Berechtigung. </p><p>Bereits beim Betreten des Flughafens in Paro in Bhutan fühlen wir uns wie in eine andere Welt katapultiert: Hier herrschen Ruhe, Gelassenheit sowie eine absolute Slow-down-Mentalität vor. Unser Guide für die nächsten Tage und unser Fahrer begrüßen uns warmherzig, indem Sie uns eine weiße Stola umhängen und uns von der schweren Last unseres Equipments befreien. Die Luft ist frisch und sauber und man kann förmlich riechen, dass Bhutan als einziges Land der Erde eine negative CO2-Bilanz hat. </p><p>Nach einer gut einstündigen und sehr idyllischen Fahrt entlang des Pachu Flusses kommen wir in Timphu, der Hauptstadt Bhutans an.</p><p>Nach dem Mittagessen geht es auf einer zweistündigen Wanderung durch die Wälder über der Hauptstadt zum goldenen Buddha. </p><p>Den Abend verbringen wir zusammen mit Guide und Fahrer bei Locals, die durchwegs gutes Englisch sprechen, und genießen im (zugegeben sehr anstrengenden) Schneidersitz die sehr schmackhaften und scharfen Gerichte, die für uns aufgetischt werden. </p><p>Summa sumarum: ein zwar sehr anstrengender, aber nicht minder erfüllender Tag mit wahnsinnig tollen ersten Eindrücken von Land und Leuten.</p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><p><br /></p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/c0288abd753537fcbde064c830a7be41_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/6bdc116cba103fea30e03b0741889f95_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/f56b6d8ae99f9d09361d646061fbb9d2_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/b1a9e7a3954d0c2dfa838fb11c4fa253_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/0185846df8dbd6ada30ba028a573c964_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/1cb6d2bd6cd5e762ad8f21b298b9d104_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/4c0dfeefcc55d0490d70be0cbf72c9e8_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/a9b30d266b7834994a2c7f3e3645e092_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/f389f8501e32066c6427de87834388b0_large.jpg" /><figcaption>Kuzuzangpo-la! Ankommen in Paro/Bhutan nach atemberaubenden Panoramaflug am Himalaya entlang </figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/nepal-und-bhutan/kuzuzangpo-la-ankommen-in-parobhutan-nach-atemberaubenden-panoramaflug-am-himalaya-entlang</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/nepal-und-bhutan/kuzuzangpo-la-ankommen-in-parobhutan-nach-atemberaubenden-panoramaflug-am-himalaya-entlang</guid><dc:creator><![CDATA[nepal-und-bhutan]]></dc:creator><pubDate>Thu, 28 Mar 2024 16:40:00 GMT</pubDate><geo:lat>27.471586</geo:lat><geo:long>89.6386108</geo:long></item><item><title><![CDATA[Bhutan - Im Land der Donnerdrachen]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://vakantio.de/uploads/0165d3a0-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Tiger's Nest</figcaption></figure><p>                   </p><p>Von Delhi aus flogen wir für einige Tage ins Königreich Bhutan. Beim Flug über Kathmandu zogen wir bei perfektem Wetter am Mount Everest, Lothse und Konsorten vorbei. Nur gerade 700'000 Leute wohnen im kleinen Himalaya-Land Bhutan, im kleinsten Land Asiens - sogar kleiner als die Schweiz. Speziell für uns war, dass man das Land nicht selbst bereisen darf. Man muss eine Tour buchen, die einen staatlich festgelegten Tagessatz kostet. Dafür sind Guide, Fahrer, Essen und Hotels inbegriffen. Man bekommt dann das Visum für genau die gebuchten Tage. Für uns hiess das, dass wir für einmal einen ungewohnt hohen Standard geniessen konnten: Wir wurden in einem tollen Auto herumkutschiert und am Abend bei einem der wunderschönen Resorts abgeliefert.</p><p>Nach der Landung in Paro wurden wir von Guide Thinley und Fahrer Raj im traditionellen Gho - einem knielangen Kleid - empfangen, fuhren zum Naturmuseum und besichtigten den Rinpung Dzong. Dzongs sind eine Art Mischung aus Festung, buddhistischem Kloster und Amtshaus. Mönche laufen zwischen den Tempeln umher, während in den Aussenmauern die Gemeindehäuser untergebracht sind. Dann gings schon zum ersten Essen: Immer wurde der Tisch mit mindestens 5 Gerichten zugepflastert. Während die Bhutanesen vor allem Chilli essen (Chilli gilt hier als Gemüse) kommen für die Touristen auch indische, chinesische, tibetische (Momos!) und sogar westliche Gerichte auf den Tisch. Sofort fiel uns die gegenüber Indien gespenstige Ruhe im Land auf. Ausserdem wird kaum gehupt. Auch das Znacht schmeckte herrlich, bekam uns beiden aber gar nicht gut. Die erste Nacht verbrachten wir fast mehr auf dem Klo, als im Bett und waren am Morgen fix & fertig.</p><p>Trotzdem wollten wir versuchen, zum berühmten Tiger's Nest - Kloster aufzusteigen. Nicht mal halb oben mussten wir aber kapitulieren und umdrehen. Derweil zogen lachende chinesische Reisegruppen auf Rössern an uns vorbei. Zufälligerweise war gerade der Geburtstag des Königs, der hier mit ganzen drei Feiertagen gewürdigt wurde. Wir konnten Maskentänzen, Darbietungen der Schüler und einem Bogenschiess-Turnier beiwohnen. Dabei wird mit Bambus-Bogen aus 145 Metern auf eine kleine Zielscheibe geschossen. Treffer sind selten und werden daher mit Gruppentanz und -gesang beider Teams ausgiebig gefeiert. Den ganzen Nachmittag schliefen wir durch und kurierten uns aus, denn wir wollten für den nächsten Tag fit sein.</p><p>Topfit brachen wir am nächsten Morgen zu einem fünftägigen Trekking auf den Druk-Pfad auf, der über die Berge in die Hauptstadt Thimphu führt. Begleitet wurden wir vom Guide, einem Assistenten, einem Koch, einem Pferdeführer und 7(!) Last-Rössli - alles im Tagessatz inbegriffen. Schon Paro liegt auf 2200 m und die erste Etappe führte auf 3900 m hinauf. Die Luft wurde zunehmend dünner und das Wandern immer anstrengender. Auf dem Gipfel wurden wir mit einem schönen Kloster und einem herrlichen Ausblick auf den Jomolhari (7326 m, zweithöchster Berg Bhutans) belohnt. Die folgenden Tage wanderten wir auf dem Grat, über Pässe und an Bergseen vorbei. Wir übernachteten stets auf fast 4000 m. Die klaren Nächte waren klirrend kalt. Einmal gefror uns sogar die Zahnpasta. Zum Glück bereiteten unsere Lakaien uns stets Bettflaschen für die Nacht oder machten ein Feuer. Die Baumgrenze liegt hier auf fast 4000 m. Die Ausrüstung im Camp stellte punkto Luxus jedes Pfadilager in den Schatten: Wir hatten ein Esszelt mit Kuscheldecken, heisses Wasser zum Waschen und sogar ein WC-Zelt mit richtigem Sitz. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Neben Tea Time mit Pommes Frites und Popcorn gab es zum Zmittag und Znacht mindestens 5 Gerichte und ein Dessert. Als strenge Buddhisten töten die Buthanesen keine Tiere. Sie essen aber gerne und viel aus Indien importiertes Fleisch. Sogar viel Rindfleisch, das wir in Indien, wo Kühe heilig sind, etwas vermisst hatten.</p><p>In Thimphu angekommen erfreuten wir uns zuerst an unserer geheizten Suite. Anderntags besichtigten wir die riesige, 52 m hohe Buddha-Statue über der Stadt und den eindrücklichen Dzong. Es fand gerade das buddhistische Neujahr Losar statt (wieder 2 Feiertage). Wir konnten beim Bogenschiessen mit Hightech-Metallbogen zuschauen und unsere Trekking-Crew beim Darts anfeuern. Beim buthanesischen Darts wird mit schweren Pfeilen auf eine 20 m entfernte, winzige Zielscheibe geschossen. </p><p>Am nächsten Tag fuhren wir über den Dochula-Pass nach Punakha. Wir mussten dem Konvoy des Königs und etwas später jenem der Queen ausweichen. Die Royal Family lässt sich im Toyota Hilux chauffieren. In Punakha fanden wir den schönsten Dzong des Landes an einer Flussmündung. Danach wanderten wir zum Fruchtbarkeitstempel. Hier können unfreiwillig kinderlose Paare Rituale zur Abhilfe durchführen lassen. Ein Gästebuch verkündete haufenweise Erfolge mit zahlreichen Fotos von lachenden Babies.</p><p>An unserem letzten Tag brachen wir ein zweites Mal zum Tiger's Nest auf. Im gesunden Zustand war es mehr als machbar. Das Kloster in der Felswand hat uns sehr beeindruckt. Wir wollten gar nicht mehr ins Tal zurückkehren. Am letzten Abend nächtigten wir in einem Resort & Spa und gönnten uns ein buthanesisches Heissstein-Bad. Dabei werden glühende Steine in einen vom Holz-Pool abgetrennten Bereich gegeben und man wird langsam gegart. </p><p>Wir dachten zurück an die Legenden und Sagen von Tigern und Donnerdrachen, die die Dzongs und Klöster in Bhutan umgeben. Vielleicht ist es auch ein bisschen seine Abgeschiedenheit, die Bhutan so magisch und märchenhaft erscheinen lässt. Schweren Herzens nahmen wir Abschied. Der Rückflug über Kathmandu wird uns in Erinnerung bleiben: Bissige Winde liessen das Flugzeug im Himalaya ordentlich wackeln und schlittern, gerade als wollte es uns noch nicht so richtig loslassen.</p><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/0165fab0-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Blick auf den Mount Everest beim Hinflug aus Kathmandu</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/0165fab1-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Ein Tempel? - Nein. Flughafen Paro</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/0165fab2-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Rinpung Dzong</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/0165fab3-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Gebetsmühlen an allen Wänden</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/b287be50-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Paro</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/b287be51-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Luxus-Resorts</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/b287be52-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Tanz zum Königs-Geburtstag</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/b287be53-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Maskentänze</figcaption></figure><figure><img src="https://vakantio.de/uploads/b287be54-0000-11e7-a17b-d1438dba6808.jpg_large.jpg" /><figcaption>Kloster auf 4000 m</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/landwaerts/im-land-der-donnerdrachen</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/landwaerts/im-land-der-donnerdrachen</guid><category><![CDATA[bhutan]]></category><category><![CDATA[drukpath]]></category><dc:creator><![CDATA[landwaerts]]></dc:creator><pubDate>Fri, 03 Mar 2017 10:52:00 GMT</pubDate><geo:lat>27.4727924</geo:lat><geo:long>89.63928629999998</geo:long></item></channel></rss>