<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"><channel><title><![CDATA[adventure-awaits-go-find-it]]></title><description><![CDATA[Seit Jahren stecken wir mitten im Leben: Ich als Lehrerin in einer Förderschule, ein Beruf der erfüllt, aber auch fordert. Rico als Controller bei einer Bank, wo Struktur, Zahlen und Termine den Takt vorgeben. Dazwischen: Hobbys, Freunde, Engagements – vom Hockeyverein, den wir mit Freunden gegründet haben, über die Tätigkeit in unserem Karnevalsverein und unserem Garten. Alles Dinge, die wir lieben. Und trotzdem merkten wir: Die Wochen rauschten an uns vorbei. Man lebte von Wochenende zu Wochenende – und erschrack, wenn plötzlich wieder ein Jahr vorbei war.

In der Coronazeit kam der Wendepunkt. Viel Arbeit, hoher Druck und Unsicherheit. Bei mir brach plötzlich wieder die Neurodermitis aus, ein Zeichen, das wir nicht länger ignorieren konnten. Wir hatten nie wirklich eine Pause: Schule, Studium, Nebenjobs, Referendariat, Job – alles lief nahtlos ineinander. Auch bei Rico: Keine Lücke zum Durchatmen. Selbst unsere Freizeit war durchgeplant und voller Verantwortung.

Und irgendwann war da dieser Gedanke: Wie wäre es, einmal wirklich raus zu sein? Keine Mails, keine Verpflichtungen, keine Pläne. Nur wir, unsere Rucksäcke – und Zeit. Viel Zeit.

Wir sind schon immer gern gereist, aber mehr als 2-3 Wochen am Stück waren da nicht drin. Aber einmal richtig raus sein? Keine Verantwortung, keine Verpflichtungen? 

Also haben wir ein Sabbatical beantragt. Sechs Monate nur wir und unsere größte Leidenschaft: das Reisen.

Im August 2024 sind wir dann los – und was wir unterwegs erlebt haben, wollen wir hier mit euch teilen.

Adventure Awaits - Go find it!]]></description><link>https://vakantio.de/adventure-awaits-go-find-it</link><image><url>https://vakantio.de/client-assets/images/default-blog-image-v2.png</url><title>adventure-awaits-go-find-it</title><link>https://vakantio.de/adventure-awaits-go-find-it</link></image><generator>Vakantio RSS</generator><lastBuildDate>Thu, 06 Aug 2026 19:26:26 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://vakantio.de/vak-service/rss/adventure-awaits-go-find-it.rss" rel="self" type="application/rss+xml"/><language><![CDATA[de]]></language><item><title><![CDATA[Bogota auf zwei Rädern - Geschichte, Kunst und ein explosiver Nationalsport]]></title><description><![CDATA[<figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/6bafcc5dd1e240986ba7431f8dcdae7e_large.jpg" /><figcaption>La Candeleria</figcaption></figure><p>Die Luft in Bogotá ist frisch, fast kühl, als wir am frühen Morgen unser Airbnb im  Stadtteil Santa Fe verlassen. Der Jetlag hat uns früh aus den Betten geholt und so machen wir uns auf den Weg, um uns einen Ort für unser erstes Frühstück in  Kolumbien zu suchen. Der Stadtteil gilt als sehr sicher und wir genießen es, durch die noch leeren Straßen zu schlendern. Nicht weit entfernt, finden wir das Café Mundano. Ein niedliches Cafè mit nur zwei kleinen  Tischen, einer Auslage mit  kleinen kolumbianischen Backwerk und  duftenden super leckeren Kaffee. Wir schieben uns auf die Bank hinter dem Tisch und  genießen unser erstes Frühstück in Bogota. Die Hauptstadt liegt auf  2.640 Metern Höhe, und die dünne Andenluft mischt sich mit der  geschäftigen Atmosphäre der Zehn-Millionen-Metropole. Während wir  unseren ersten kolumbianischen Kaffee trinken, steigt die Vorfreude auf  den Tag.<br />Heute erwartet uns ein ganz besonderes Abenteuer: eine  Fahrradtour durch Bogotá. Ein Geschenk von Freunden zu Susis Geburtstag.  Wir sind gespannt, ob unsere Fitness ausreicht, um an unserem ersten  Tag auf dieser Höhe die bergige Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden.  Challange accepted :-)</p><p>Mit dem Uber geht es nach "La Candeleria" zum Anbieter "Bogota Biketours". In einem schönem alten Gebäude, mit unzähligen Bildern kolumbianischer Künstler und Künstlerinnen an den Wänden, werden wir herzlich empfangen und auch ein passedes Mountainbike ist schnell gefunden. Unsere Gruppe ist zunächst recht groß, wird dann aber, nach einer kurzen Einführung, in zwei kleine Gruppen aufgeteilt. Dann geht es los. Unser  Guide Juan, ein energiegeladener kleiner Kolumbianer mit schier unerschöpflichem  Wissen über seine geliebte Stadt, führt uns durch die Straßen. <br /></p><p>Wir rollen  durch La Candelaria, das historische Zentrum Bogotás. Die  Kopfsteinpflasterstraßen sind gesäumt von bunten, mit kunstvollen  Graffitis verzierten Häusern. Die Wandmalereien sind keine willkürlichen  Kritzeleien – sie erzählen Geschichten. Geschichten von sozialem  Protest, politischem Widerstand und Hoffnung. Juan hält immer  wieder an, um uns die Bedeutung der Werke zu erklären. Manche sind  Porträts bedeutender Persönlichkeiten, andere zeigen symbolträchtige  Tiere oder abstrakte Muster, die auf die indigene Kultur Kolumbiens  verweisen.<br />„Hier in Bogotá“, erzählt Juan, „war Graffiti  früher streng verboten. Doch nach einem tragischen Vorfall im Jahr 2011,  als ein junger Sprayer von der Polizei erschossen wurde, änderte sich  alles. Die Stadt begann, Street Art als Teil ihrer Identität zu sehen.  Heute ziehen Künstler aus aller Welt nach Bogotá, um hier ihre Spuren zu  hinterlassen.“ </p><p>Die Stadt hat sich heute zu einem Zentrum der  Street-Art entwickelt, 
unterstützt durch relativ liberale Gesetze und  eine tolerante Haltung 
gegenüber urbaner Kunst. Die Werke sind Ausdruck politischer Botschaften, sozialer Kritik und dem Wunsch nach Freiheit. Bekannte Künstler wie Toxicómano Callejero, Guache und DJ Lu, deren  Werke oft kraftvolle Botschaften über Gerechtigkeit, Identität und  gesellschaftliche Missstände vermitteln, lassen sich hier an den Wänden finden. Wir sind große Fans dieser Kunstform und könnten noch viel mehr Zeit damit verbringen, die unzähligen Werke an den Wänden der Stadt zu bestaunen. Es ist, als würde die Stadt durch ihre Wände  sprechen.</p><p>Nach einem Stop am Obst- und Gemüsemarkt, wo wir heimische Früchte und die fantastischen riesigen Avocados kosten dürfen und mehreren Stopps an berühmten Bauwerken, Denkmälern und Plätzen,  in denen wir immer tiefer in die  Geschichte Kolumbiens eintauchen, steuern wir auf eine weitere Station  zu: eine traditionelle Kaffeerösterei. Kolumbien ist berühmt für seinen  Kaffee, aber was steckt eigentlich hinter dem weltberühmten  Exportprodukt? Wir betreten eine kleine, duftende Rösterei. Der  intensive Geruch von frisch gerösteten Bohnen erfüllt den Raum. Ein  Barista begrüßt uns mit einem breiten Lächeln und beginnt, uns in die  Geheimnisse des kolumbianischen Kaffees einzuweihen „Kolumbianischer  Kaffee ist so besonders, weil er auf Höhen zwischen 1.200 und 2.000  Metern wächst“, erklärt er. „Das kühle Klima der Anden sorgt dafür, dass  die Bohnen langsamer reifen und so ihr komplexes Aroma entwickeln.“ Wir  erfahren, dass jede Region ihren eigenen Charakter hat – von nussigen,  schokoladigen Noten bis hin zu fruchtigen und blumigen Aromen. Besonders  beeindruckend ist der traditionelle Verarbeitungsprozess: Die Bohnen  werden von Hand geerntet, gewaschen, getrocknet und schließlich  geröstet.<br />Wir probieren verschiedene Sorten, lernen, wie man die  Aromen richtig wahrnimmt und lassen den Kaffee langsam auf der Zunge  zergehen. </p><p>Mit dem Koffein im Blut und einer neuen Wertschätzung  für die Kaffeekultur Kolumbiens setzen wir unsere Tour fort. Wir fahren  vorbei an beeindruckenden Bauten und Plätzen, die Geschichte atmen. Wir  passieren den Palacio de Justicia, das moderne Gerichtsgebäude am Plaza  de Bolívar, Symbol für das kolumbianische Rechtssystem – ein Ort mit  bewegter Vergangenheit, an dem 1985 ein dramatischer Angriff durch die  Guerillagruppe M-19 stattfand. Nur wenige Meter weiter thront der  imposante Congreso de la República, das kolumbianische Parlament, mit  seinen klassizistischen Säulen, ein steinernes Zeugnis für die  demokratische Entwicklung des Landes. Auch die Catedral Primada de  Colombia, die größte und eine der ältesten Kirchen des Landes, erhebt  sich am Platz. Zwischen Tauben, fliegenden Straßenverkäufern und  Studentengruppen spüren wir, wie lebendig die kolumbianische Hauptstadt  ist. Dann schwenken wir wieder in ruhigere Gassen ein, wo das Stadtleben  etwas gemächlicher wirkt. Wir fahren zurück zum Ausgangspunkt und geben  unsere Räder ab. Aber bevor wir unsere Gruppe verabschieden, steht noch  etwas ganz anderes auf dem Programm: eine gemeinsame Runde "Tejo". Unser  Guide lacht, als er erklärt, worum es sich dabei handelt. „Das ist  unser Nationalsport – und er ist explosiv!“ erklärt er uns. Tejo ist  eine Mischung aus Boccia und Schießen. Das Ziel ist es, ein metallenes  Wurfgeschoss, das „Tejo“, auf eine mit Schießpulver gefüllte Zielscheibe  zu werfen. Trifft man eine der mit Sprengstoff gefüllten Markierungen,  gibt es ein lautes Knallen – und natürlich Punkte. Wir probieren es aus.  Der erste Wurf geht daneben, der zweite ebenfalls. Doch dann – ein  Treffer! Ein Knall hallt durch den Raum, begleitet von Applaus und  Gelächter. Es ist ein Spiel, das Geschick erfordert, aber vor allem Spaß  macht.</p><p>Als die Sonne langsam untergeht, endet auch unser erster  Tag in Kolumbien. Voller neuer Eindrücke, Farben und Geschichten setzen  wir uns in eine kleine Bar und stoßen mit einem kühlen Club  Colombia-Dorada auf unseren ersten Tag der Reise an. Was für ein  Start in unser sechsmonatiges Abenteuer!</p><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/c8f0531316a59dfd9d827565c04b5288_large.jpg" /><figcaption>Bogota Biketours</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/6c13b0fd84188e98f15278fee33fb62b_large.jpg" /><figcaption>Bogota</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/e0655a0e297cfba75f98aee3436bbc88_large.jpg" /><figcaption>Basilica Menor Nuestra</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/a8ce4998c442732fbdbf2ed57a41249d_large.jpg" /><figcaption>Bogota</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/cbc143c59bc1040ef7d769fc9dc91721_large.jpg" /><figcaption>Plaza de San Francisco</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/96e16add9ce4634b3ab55b63c99a6df7_large.jpg" /><figcaption>La Candeleria</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/0931ecdebca4c52cd900cc719e5dd5f6_large.jpg" /><figcaption>Kaffeefabrik</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/8bc48355eab2cc11a2045b93c37e993e_large.jpg" /><figcaption>Café Experience</figcaption></figure><figure><img src="https://img1.vakantio.de/uploads/5e4638e8c705b9b49df5115e4e462a3c_large.jpg" /><figcaption>Kaffeefabrik</figcaption></figure>]]></description><link>https://vakantio.de/adventure-awaits-go-find-it/bogota-auf-zwei-raedern-geschichte-kunst-und-ein-explosiver-nationalsport</link><guid isPermaLink="true">https://vakantio.de/adventure-awaits-go-find-it/bogota-auf-zwei-raedern-geschichte-kunst-und-ein-explosiver-nationalsport</guid><dc:creator><![CDATA[adventure-awaits-go-find-it]]></dc:creator><pubDate>Thu, 24 Apr 2025 12:23:00 GMT</pubDate><geo:lat>4.710988599999999</geo:lat><geo:long>-74.072092</geo:long></item></channel></rss>