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Tal der Tränen und noch mehr Wasser

Glen CoeLost ValleyAuf dem Weg zum Steall WaterfallSteal Waterfall
Rückblick 2016

09. September 2016 - Von Oban nach Fort William

Der Tag begann wolkig! Doch die Mitarbeiterin des Hostels versicherte uns, dass das Tal Glen Coe auch bei diesigem Wetter ein Hingucker ist. Und sie sollte recht behalten!

Jens hatte sich in Deutschland schon einen Weg ausgesucht und so führen wir erstmal ins Tal hinein.

Auf einen Seitenstreifen, den man kaum Parkplatz nennen darf, hielten wir unser Auto. Wanderschuhe an und los! Das Tal der Tränen, wie es in Schottland bezeichnet wird, machte seinem Namen alle Ehre. Die Gipfel der Three Sisters lagen in schweren Regenwolken, doch es regnete nur leicht. Glen Coe war im 17. Jahrhundert Schauplatz eines Massakers zwischen zwei rivalisierenden Clans. Aber auch in der heutigen Zeit ist hier einiges los. So wurden im Tal schon Szenen für Harry Potter - Der Gefangene von Askaban oder James Bond - Skyfall gedreht.


Glen Coe


Unsere Wanderung sollte uns zwischen den Three Sisters hindurch, ins Lost Valley führen. Das Lost Valley ist ein geschütztes Tal, welches nur über den steilen und felsigen Wanderweg erreichbar ist. Früher hat der Clan der MacDonalds sein geraubtes Vieh hier oben versteckt.
Doch leider war unsere Wanderung kurz vor ihrem Ziel zu Ende! Ein kleiner Bach war nach den Regenfällen der letzten Tage zu einem Fluss angeschwollen - unüberwindbar für mich. Auf der Suche nach einem anderen Übergang begegneten wir einem Pärchen aus Spanien. Auch sie entschieden sich nach einiger Zeit umzukehren. Also machten wir uns auf dem Rückweg zu unserem Auto. Schade, denn das Lost Valley lag nur etwa 15 Minuten hinter dem Fluss!

Da der Tag noch einige Stunden hatte, entschieden wir uns noch für einen Ausflug an den Steall Waterfall.

Eine Single track road führte uns bis zu einem kleinen Parkplatz. Schon auf dem Weg dorthin, begegneten uns mehr Autos und Wanderer als Platz war. Der Weg führt durch den oberen Teil des Glen Nevis bis hin zum Fluss Nevis. Um den Wasserfall aus der Nähe zu bewundern muss nun, mit Hilfe einer aus drei Drahtseilen bestehende Brücke, der Fluss überwunden werden.

Ein Mantra vor mich hin murmelt, machte ich mich auf den Weg. Die Seile waren vom Regen glitschig und immer wieder erfasste mich eine Böe. Doch ich schaffte es hinüber. Aus Angst, ich würde nicht noch einmal über die Brücke gehe, hat mir mein Freund erst am Auto gesagt, dass er dachte, ich falle gleich ins Wasser!

Das letzte Stück zum Wasserfall war nochmal anstrengend. Der Boden war matschig und durchweicht. An einigen Stellen blieben wir stecken und mussten unsere Füße erstmal vom Morast befreien. So nah am 2. höchsten Wasserfall Schottlands zu sein, war aber Entschädigung genug.

Steal Waterfall






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