Zwischenstopp Dänemark
Wir halten in Dänemark und es ist alles komplizierter als gedacht.


Veröffentlicht: 03.06.2026















Nach den kleinen Strapazen in Brøndby wollten wir uns von der Linie A nach Kopenhagen fahren lassen.
Wir hatten etwas Angst um den Camper und waren nach den Erfahrungen unsicher wo wir geduldet werden wurden. Ein netter Däne versicherte uns, dass wir auf dem Parkplatz vor der Bahnstation niemanden stören und sowieso niemand kontrollieren würde. Also auf in die Bahn.
Weil wir nur einen Tag haben, wollte ich gerne eine Stadttour machen in der uns etwas Kontext gegeben wird. Wir schlossen uns der "Classic Tour" von "free walking tours" an und unser ursprünglich aus Australien stammende Guide führte uns 90min durch den Stadtkern.
Stichpunkte:
- Die Könige von Dänemark heißen immer abwechselnd Kristian und Frederik
- König Kristian der 4te war der Ramses II von Dänemark und man findet seinen Namen auf allen möglichen Gebäuden
- Dänemark war Mal eine sehr kriegsfreudige Nation und befand sich vor allem gerne im Konflikt mit Schweden
- Kopenhagen hat festgestellt, dass sie mehr Statuen von Tieren als von Frauen haben und arbeiten jetzt hart daran das zu ändern
- Kopenhagen hatte historisch Probleme mit Feuern, weshalb große Plätze als Schneisen gebaut wurden. Einen dieser Plätze haben die Bewohner dann als Umschlagsplatz für Kohle benutzt ...
- Die kleine Meerjungfrau ist überbewertet
- Kopenhagen ist absolute Fahrradstadt und es gibt eine Vielzahl an kostenlosen öffentlichen Toiletten. Sehr cool!
Danach haben wir den Norden des Stadtzentrums auf eigene Faust erkundet. Zu erst gab es einen kleinen Zwischenstopp in den botanischen Gärten die wunderschön in Blüte standen. Dann haben wir es uns im Kongenshave vor Rosenborg Slot bequem gemacht. Mit paar Snacks aus dem dänischen Netto (anderer als bei uns und verwirrender weise mit einem Hund als Logo) konnten wir den ersten Hunger besiegen und uns bis zur kleinen Meerjungfrau Wagen.
Wie vom Tourguide versprochen wurden wir massiv enttäuscht. Die Figur ist eines der kleinsten Wahrzeichen und ist zu allem Übel auch noch von sehr viel beeindruckenderen Skulpturen umgeben. Der Weg durch die alte Burganlage die heute auch noch von Militär genutzt wird lohnt sich aber auf jedenfall. Wenn man auf die Enttäuschung vorbereitet wurde ist es eigentlich nur lustig zu sehen wie viel Infrastruktur nur für diese eine Figur gebaut wurde. Es gibt unzählige Busse und Schiffe die die Meerjungfrau als Ziel haben und dementsprechend voll ist es dann auch an dieser einen Stelle.
Fun Facts zur Meerjungfrau:
- das Original steht seit 1913 an einer geheimen Stelle. Wir reisen alle zu einer Replik.
- Der Körper der Meerjungfrau wurde nach der Frau des Künstlers modelliert... Aber nur weil die Ballerina Ellen Price deren Gesicht er genutzt hat nicht nackt Modell stehen wollte. Gemein.
- die Arme ist immer wieder Ziel von Vandalismus. Früher wurden Gliedmaßen abgetrennt, heute wird sie nur regelmäßig neu gefärbt.
Nach den ganzen Eindrücken und vielen Schritten waren wir schon ziemlich durch und machten uns auf den Rückweg.
Am selben Abend wollten wir noch in Schweden ankommen.
Über die schöne Öresundbrücke landeten wir schnell in Malmö, führen aber direkt weiter in den Osten bis Ystad. Die Nacht verbrachten wir auf einem ruhigen Platz in der Natur.
Bonus zum Abend: neben uns stand ein paar aus Tschechien mit ihrem Hund und ihrer Katze 🐱 🐶
